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Dienstag, 11. September 2012

Mostar ist für alle da...

Nachdem wir gestern Split nur in der Nachtatmosphäre erlebten, gönnten wir uns noch einen kleinen Spaziergang zum Frühstück. Meinerseits wär die Freude groß, dass das Motorrad noch da war. Und dann kam die große Schlepperei der Kisten, Taschen, Helme und Rucksäcke. Für Biker sind Innenstadthostels echt nicht empfehlenswert.
Bei etwa 28 grad sind wir dann um 10h schon auf die Küstenpiste. In der großen Wohnwagenralley verloren wir mit den im Schnitt 60 Sachen jedoch unser Tagesziel aus den Augen. So bogen wir ab und  ballerten bei 30 Grad die letzten verfügbaren Autobahnkilometer Richtung Dubrovnik, bogen aber auf halber Strecke in eine Präriepiste ein, die uns zur Grenze brachte. Unser Navi hat anscheinend keinen Bosnien Inhalt und lotste uns stets um Bosnien herum. Also wurde nach Gefühl gefahren. Direkt hinter der Grenze ließen sich die Unterschiede zwischen den beiden Ländern schon erkennen. Die Straße war sofort deutlich schlechter, der Sprit ist mit 1,30 deutlich billiger-bisher zahlten wir grob immer die deutschen Verhältnisse. Auch wenn wir zunächst durch das kroatische Bosnien und später hinter Mostar durch das serbische Bosnien fuhren sind wir doch an allerlei Moscheen vorbeigekommen. Mir war gar nicht bewusst, dass das Land Bosnien aus zwei Ländern besteht: das Herzogtum Bosnien-Herzegovina und die Republik Srpska (nein, kein Tippfehler!). Im letzteren befinden wir uns heute Abend. Sehr kurvige Strecken über Berge und durch Täler an Felsen vorbei -ein Traum für jeden Motorradfahrer. Es muss sich jedoch auch für Golf 2-Fahrer lohnen, denn sie bilden mit etwa 50% die größte Verkehrsteilnehmergruppe. Das Hotel in Gacko war voll und so mussten wir nach Sonnenuntergang noch 40km Buckelpiste überwinden. Nach dem Regen am Spätnachmitttag, hat wohl die dunstige Abendluft erst meine Temperatuamzeige und auf den letzten Kilometern auch noch meinen Tacho gekillt. Da die Tankanzeige noch nie ernsthaft gearbeitet hat, sind Uhr und Drehzahlmesser die letzten verbleibenden Anzeigen. Schau ich mir aber erst morgen an!
Noch ein Satz zum Titel: Nachmittags waren wir an der einzigen Sehenswürdigkeit\Wahrzeichen Bosniens, der Brücke in Mostar. Zwei künstliche Touristendörfer mit standard Ramsch wurden an beiden Ufern nahtlos an die Brücke geklatscht sodass westeuropäische Senioren wie Schlachtvieh durch diese Trasse getrieben werden...
Wir haben es keine 3 Minuten ausgehalten...

Dıe letzten kroatıschen Meter

Tourı-Schlachtbank

Dıe Brueck' von Vorn

ohne Worte

Eın Haus fuer leıdenschaftlıche Camper

Dıe Brueck von Hınten

Der naechste Bus kommt ın eıner Woche

Sonnenuntergang ın der Republık Srbska

Unser Landschulheım

Split - ohne Banana und ohne Kegeln

Bevor wir in die typische Winnetou Vegetation Dalmatiens geritten sind, schlugen wir uns einen Weg durch den überraschend dicht bewaldeten Norden Kroatiens. Wahnsinns Autobahnen - nigelnagelneu - und alle 500m ein topmoderner Tunnel oder große Brücke ließen uns an der kroatischen Küste entlang rauschen. Zwar mussten wir etwa 10Eur Maut für 400km latzen, dafür waren wir aber auch allein unterwegs. Der Wohnwagen-Konvoi wählte die Nebenroute. Wir sparten uns so Zeit, die wir in der Adria am Spätnachmittag verbrachten.
Zu irgendwelchen Wasserfällen in nen Nationalpark kamen wir jedoch zu spät. Und auch Splitt erreichten wir wieder nur im Dunkeln. Eigentlich schade, denn die Stadt hat mit ihrer frisch renovierten und gemütlichen Altstadt direkt am Hafen sich das Prädikat sehenswert verdient. Für mich ist jedoch der reinste Graus, dass ich das Motorrad an der Strasse stehen lassen muss. Hoffentlich ist es morgen noch da -und zwar alles davon! Nicht dass es von mir noch gesplitted wird! Jau, 10 cent für die bad-joke-Kasse...

Hımmel - Strasse - Helm


Besucherparkplatz beım Museum


Wegen dem Foto gab es eın bısschen Stress, aber wır mussten es noch nıchtmal löschen... und rueber nach Kroatıen

das erste mal Meer! - nicht das letzte mal!

abwechslungsreıche Landschaft

Wenn man genau hınsıeht, sıeht man Wınnetou über dıe Brücke reıten


Erfrıschungsstop

Platsch



Haben wır eın Glück, dass es extra Motorradparkplätze gıbt!


Das doppelte Lottchen ın Splıt

Meister Proper war letzte Woche zu Besuch

gut zum ınlınenern


Stau ın der Senıorenkaravane

und noch so eın Rıesenprojekt - Aber ın Kroatıen ıst schon fast alles fertıg! Super Infrastruktur