Translate

Posts mit dem Label Myanmar werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Myanmar werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 26. Januar 2013

Der Visa Run

Wenn man ueber eine Landgrenze nach Thailand hereinschneit bekommt man auch als priviligierter Europaeer nur noch 15 Tage Visumsfreien Aufenthalt. Eigentlich Schade. Aber mit dieser Massnahme versucht der Thailaendische Staat den Langzeit Gammlern Herr zu werden. Wobei ich noch nicht so wirklich erkannt habe, worin das Problem der Langzeit Gammler besteht... Was ist die Folge? Alle Touris, die ueber die Grenze nach Thailand gekommen sind, reisen alle 2 Wochen aus und wieder ein. Der sogenannte Visa Run.

Da ich jedenfalls ueber Laos eingereist bin liefen nun schon meine 14 Tage knapp runter. Also schnell einen Grenzuebergang in der Naehe gesucht und ruebergesprungen. In diesem Fall ging es von Mae Sot nach Myawaddy. Immerhin bekomme ich so noch meinen kleinen Einblick in das Land, dass mir in meiner Ueberlandperlenkette fehlt. Leider sind Grenzstaedte mit ihrem Handel (umgangssprachlich Schmuggel) und den Scharlatanen, die sich durch das schnelle Geld anlocken liessen, grundsaetzlich nie repraesentativ fuer ein Land. Trotzdem!

Die Thais liessen mich mein Bike nicht mit ueber die Bruecke nehmen, ich liess es also in der Obhut der Grenzer. Das wird sich spaeter wohl als problematisch erweisen, da ich das Bike auch bis zum 25. Jan mit aus dem Land rausnehmen muss... Ansonsten waren die Grenzer aber freundlich...

Dann ging ich also zu Fuss ueber die Brueck' und war ueberrascht von dem Leben in ihm. Ich hatte das ganze etwas strenger bewacht erwartet.
Waschen, spielen, plansch: Zwischen Myanmar (links) und Thailand (rechts)

reger Grenzverkehr fernab der offiziellen Grenzstation

und dann gings rein. Die Burmesen liessen mich ohne Visum fuer einen Tag herein. Ich musste bloss Nachmittags um halb 5 wieder zuruecksein (Achtung Zeitverschiebung) (und Achtung Rechtsverkehr!)



dann habe ich noch schnell an nem Wechseltischchen Baht im Wert von 12 Euro in Kuyai (oder so) gewechselt und den ganzen Tag lang geprasst. Angefangen habe ich bei nem Tempel, der mir zufaellig vor die Fuesse fiel. Spaeter bin ich hierher nochmal zurueck, da es hier Souveniertroedel gibt und ich den Rest der Kyaiu irgendwie loswerden musste/wollte.









Komplett aus Gold gegossen.

Und dann bin ich einfach mal herumgelatscht. Habe einen Kaffee getrunken, und mich dabei gefragt, was wohl in der abgewrackten Baracke hinter dem Stacheldrahtzaun, gegenueber vom Cafe sein mag: Es war eine Post - also konnte ich auch gleich Briefmarken kaufen - irgendwie fuegte sich alles. Ich latschte noch ein paar Stunden wahrlos durch die Strassen und musste alle 100m die Motorradtaxis abwimmeln, die mich herumfahren wollten. Aber was soll ich denn fuer ein Ziel angeben, wenn ich selbst nicht weiss wo ich hin soll (Diese Stadt ist in meinem Burma Reisefueher leider ueberhaupt nicht aufgenommen worden. Spricht nicht fuer die Stadt, wa?)

Mechaniker

Lauf Forest

Lost Paradise

Typische Nebenstrasse

Meck, Meck, Meck - da ist die Pflanze weg!

Handarbeit

Tankstelle (es gibt aber auch richtige Tanken...)

Noch ne Werkstatt


Schreiner

kein Arsch in der Hose

Zu lang gebraucht - gerade hatten die Kids nur schelmenhaft gewunken - und als der Onkel die Kamera endlich aus der Tasche gefriemelt hat, hat das alles viel zu lang gedauert

Quak, Quak, Quak. Uebrigens gab es auch wahnsinnig viele Streuner. Da hatte ich aber keine teuren Bits fuer verbraucht.


Spielhoelle

So, so!

Und spannend waren selbstverstaendlich auch die ganzen Vehikel:

Ich hatte mich gefreut die beiden zu sehen und wollte wissen ob die zum Verkauf oder zum mieten sind. Ein Nachbar uebersetzte: 5000 Euro war Startpreis!!! Was die mir dann wohl fuer mein Aelpchen zahlen wuerden?

Massenhaft selbstgebastelte LKWs!

und teils noch bessere Bikes

Fuehlt sich ein bisschen an, wie ein Bagger aus Duplo-Bausteinen
Aber grosser Respekt an die Improvisationskuenstler!

Den Fueherschein darf man hier schon im Alter von 3 Jahren machen...

Eigentlich sind Schutzengel unsichtbar...

Ich konnte mich kaum satt sehen an den Dingern

Und die ganze Familie passt rein

und noch mehr


Aber es gibt auch noch Fitnessgeraete


Am Ende wollte ich hier noch Unterwaesche kaufen - aber das war alles nicht brauchbar!

Ja, was naehen die denn da???


Ausgeschrieene Marktschreierin

Schnurr





und zum Schluss goennte ich mir noch einen letzten Kaffee...
....und beobachte noch ein bisschen das Grenzfluss-Spektaktel...

Wo schwimmen wir denn heute mal hin?

Die Leute waren eher schuechtern, aber dennoch wenn ich was wollte sehr nett und interessiert an mir. Gerade in den Nebenstrassen wurde ich gross angesehen. Englisch wurde nur selten gesprochen, aber die Leutz waren sehr wohlwollend bei der Kommunikation. Als ich aus meinem Phrasenbuch 2 Woerter Minutenlang versuchte richtig auszusprechen, waren meine geduldigen Zuhoerer schon fast unangenehm beruehrt, dass sie mich nicht verstanden. Naja, irgendwann merkte ich, dass ich im Lao Kapitel unterwegs war.  Als ich die beiden Woerter dann auch auf Burmesisch nachschlug ernetete ich dankbare, erleichterte Gesichter und die passende Antwort auf meine Frage.

Montag, 21. Januar 2013

Ein bisschen China im Fruehling - Von Soppong ueber Ban Rak Thai nach Mae La Noi

Hier in Soppong ist das Umfall-Malheur passiert. Zum zweiten Mal nun auf meiner Reise - Herbergsmutti "Daa" war erst sehr besorgt. Ich habe eher etwas gelacht.


Nur ein kleiner Schritt bis Myanmar


Viele kleine gruene Alieneiner! Ganze Plantagen habe ich davon entdeckt - Die Regierung hat uns die Ankunft verschwiegen!
--- Ihr liegt Monitor liegt auf der Seite: Bitte Schreibtisch an die Wand nageln oder Kopfhaltung anpassen ---

Wie relaxed die Jungs da hinten drauf flezten...


Heute ging es dann vom Djungel Guest House ueber Mae Hong Son bis nach Mae La Noi. Eine fantastische Strasse, die nur aus Kurven besteht... und aus gutem Aspahlt. Da das Leben so schoen ist bin ich am Nordwestzipfel dieser Landstrasse auf eine Nebenstrecke abgebogen, die mich im Norden an die Burmesische Grenze gebracht hat. Dort gab es ein chinesisches Touristendorf, das entstand als 1939 die Kuomintang, also die letzten chinesischen Demokraten die Schlacht gegen Mao verloren. Waehrend die meisten von Ihnen nach Taiwan flohen sind teile der 39. Armee ueber Burma und Laos nach Thailand geflohen. Hier wird noch chinesisch gesprochen und ich koennte heulen, wie enorm meine Han Yu eingerostet ist.
Das Dorf hat sich neben dem Tourismus dem Tee zugewandt. Ich habe mich voll gefreut die Teefelder zu sehen, die mich an die schoene Zeit in Darjeeling erinnern. Doch was in den Touri-Shops im Dorf vertrieben wird sieht von der Verpackung original aus wie aus China importiert. Wo soll hier auch die Teefabrik sein? Keine Ahnung was mit den Blaettern, die hier im Ort gepflueckt werden passiert. Konnte mir aus Sprachtechnischen Gruenden auch keiner Verklickern.
Jedenfalls liess ich mir es nicht nehmen doch noch mal schnell illegal ein Bein ueber die Grenze zu setzen. Nachdem mich die boesen Burmesen um meinen Ueberland-Trip gebracht hatten, bin ich nun eingetreten ohne ihnen die 10USD Visumsgebuehren in den Rachen zu werfen.
Ich hatte auch eigentlich erwartet, dass ich sich irgendwer von den Burmesen mit gezueckter AK47 zeigen wuerde. Aber es kamen nur 2 Blutjunge ThaiSoldaten auf einem Roller vorbei und haben mich total schuechtern angelaechelt. Als ich sie gruesste strahlten sie und fuhren weiter zu ihrem Stuetzpunkt (nicht weit entfernt).